Die Stadt Berlin und Ubitricity bauen in einem Pilotprojekt Laternen zu Ladepunkten für E-Autos um. Die Learnings könnten der ganzen Branche helfen.
Berlin rüstet einige seiner Laternen zu Ladestationen auf. Foto: Ubitricity
Das angeblich größte Problem mit der Elektromobilität: Man könne das Auto nirgendwo aufladen. Viel zu wenige Ladepunkte gebe es den kritischen Stimmen zufolge und es wäre deshalb auch viel zu unsicher, sich auf so etwas zu verlassen.

Laternen zu Ladepunkten
Die Stadt Berlin will nun aber mit diesem angeblichen Missstand aufräumen und startet deshalb gemeinsam mit Ubitricity ein Pilotprojekt. Im Zuge dessen sollen in den Bezirken Marzahn-Hellersdorf und Steglitz-Zehlendorf bis 2020 bis zu 1.000 neue Ladepunkte im öffentlichen Raum entstehen. Wie? Mit Straßenlaternen.

Ubitricity hat sich mit dieser Technologie bereits einen Namen gemacht. In London hat das Unternehmen gemeinsam mit Siemens bereits mit der Nachrüstung von Straßenlaternen begonnen. Bis 2020 sollen in der britischen Hauptstadt über 1.000 neue Ladepunkte entstehen.

Testlauf
In Berlin soll das Ergebnis ähnlich aussehen, auch wenn das Ziel des Stadt-Senats nicht der Ausbau der Infrastruktur zu sein scheint. Zumindest nicht nur. Vielmehr handelt es sich bei dem Projekt um einen Testlauf, wie Jan Thomson, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz erklärt:

„Untersucht werden soll, wie der Aufbau öffentlicher Ladepunkte für Anwohnerinnen und Anwohner ohne dauerhaften und gesicherten Zugang zu privaten Parkplätzen erfolgen kann. Wir wollen wissen, inwiefern öffentliche Laternenladepunkte dazu beitragen können, Elektromobilität für immer mehr Menschen attraktiv zu machen.“

Die Ergebnisse dürften dabei für alle Betreiber_innen von Ladesäulen interessant sein, denn bisher der Senat hat für die neuen Ladepunkte keine eigens markierten Parkplätze reserviert. Prinzipiell können sich also alle vor eine Laterne stellen, was es für E-Mobilist_innen sehr schwer macht, einen Platz zu ergattern. Die Erfahrungen werden aller Wahrscheinlichkeit nach wichtige Learnings für die gesamte Branche mitbringen. Wie das beim restlichen Projekt gehandhabt werden wird, steht allerdings noch nicht fest. (flb)

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