Eine mobile Schnellladestation mit integriertem Akku soll die Elektromobilität als Ganzes und Volkswagen als Dienstleister in diesem Sektor voranbringen.
Volkswagen arbeitet an einer mobilen Ladesäule. Ab 2020 beginnt der Konzern mit der Produktion. Foto: Volkswagen
Der Volkswagen Konzern startet eine neue Entwicklung im Bereich der Elektromobilität. Ende letzten Jahres hat der Auto-Hersteller angekündigt, dass er an einem mobilen Schnellladesystem arbeitet. Im Gegensatz zu den gängigen Ladesäulen muss die kommende Ladeinfrastruktur nicht fix an einem Punkt installiert werden, sondern kann – ganz nach Bedarf – versetzt werden.

Damit wäre die Ladesäule unter anderem gut für Veranstalter_innen von Events geeignet, die wechselnde Parkplätze mit Ladesäulen ausstatten wollen. Aber auch für Städte ist das mobile System eine gute Option.

Planer_innen der Infrastruktur können mit dem mobilen System zuerst überprüfen, an welchen Stellen in der Stadt eine Ladesäule Sinn machen würde. Allerdings müssen sie sich dabei nicht auf Ratespiele oder Statistiken verlassen, sondern können die Ladestation testweise aufstellen und dann auf Reaktionen aus der Bevölkerung warten.

Powerbank
Ein weiterer Vorteil der kommenden Ladestation ist eine Funktion, die schon aus ähnlichen Installationen bekannt ist. Ads-Tec und Kreisel haben bereits gezeigt, welche Vorteile Akkus für die Ladetechnologie bieten können. Volkswagen schlägt nun ebenfalls in diese Kerbe und kündigt das kommende Projekt als Powerbank für Autos an.

Ein Vorteil dessen ist die Netzauslastung. Außerdem können dadurch höhere Ladegeschwindigkeiten erreicht werden. Ziel der mobilen Ladestation sind 100 kW-Ladungen mit Gleichstrom. Ein e-Golf würde damit in 17 Minuten zu 80 % geladen.

Dabei sollen vier Autos gleichzeitig bedient werden können (zwei mit Gleich-, zwei mit Wechselstrom). Die Batterie der Ladestation soll dabei 360 kWh halten, also genug Energie, um 15 E-Fahrzeuge zu laden. Sie soll dabei natürlich gleichzeitig auch Strom aus dem Netz nehmen.

Netzsicherheit
Ein zusätzlicher Vorteil dieser Technologie könnte sein, dass sie mehr Netzsicherheit mit erneuerbarer Energie bietet, da sie diese für die Großabnehmer E-Autos speichert. Laden kann sie gezielt dann, wenn Strom verfügbar ist. Dadurch wird das Netz weniger stark ausgelastet.

Ein Anschluss ist dabei nicht einmal verpflichtend. Die Ladestation kann auch ohne agieren und zum Aufladen an einen anderen Ort gebracht werden, was die Flexibilität des Systems noch weiter steigert.

Kompatibilität
Außerdem ist die Ladesäule kompatibel mit dem Baukasten-System von Volkswagen, dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB). Das bedeutet zum Beispiel, dass ausgemusterte Batterien aus Elektrofahrzeugen ohne zusätzlichen Aufwand in die Ladestation eingebaut werden können.

2020 will Volkswagen mit der Produktion der Ladestation beginnen. Dann beginnt auch der Verkauf der ID-Serie aus dem MEB und laut Firmenangaben die elektromobile Zukunft von VW. (flb)

Kommentare  

#1 Leandra 2019-01-12 09:15
I needed to thank you for this very good read!! I certainly enjoyed every little bit of it.
I have got you saved as a favorite to look at new stuff you
post…

Here is my website: tennis site: http://www.itgtennis.com/

Kommentar schreiben

Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite benutzerfreundlicher zu gestalten. Wenn Sie diese Webseite nutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies.