Kommentar von Herbert Starmühler
Herausgeber e:mobil Magazin
Das hat ja so kommen müssen: Nicht erst in 10 oder 15 Jahren, sondern schon diesen März schlägt die Stunde der „Verbrenner“. Sie dürfen nicht mehr in den Handel gebracht werden. Wo? Es betrifft über 8 Millionen Menschen...
Fahrverbote für alte Diesel gibt es bereits in deutschen Städten. Foto: Pixabay
Die Automobil-Industrie, einst eine stolze Säule der Wirtschaft, kämpft mit immer mehr Problemen, von denen der Aktienkurs wahrscheinlich das größte sein dürfte. Es will einfach nicht gelingen, rasant auf verbrauchsärmere Modelle umzusteigen. Schon gar nicht in Sicht sind die vielen, vielen versprochenen Elektrofahrzeuge, die immer notwendiger für den zukünftigen Erfolg werden.

Lieferzeiten jenseits von 12 Monaten erinnern an Zeiten der DDR, wo man sich jahrelang für einen Trabi anstellen musste. Kürzlich erklärte mir die nette Dame bei der Automesse in Wien, dass das neue Modell ihres Arbeitgebers in absehbarer Zeit nur an ausgewählte VIPs ausgeliefert würde. Da sind sie also wieder, die Zeiten der Planwirtschaft. Bonzen kriegen die Limousinen, das Volk soll Radfahren.

Fahrverbote in Deutschland
Dass der Hut brennt, erkennen viele Politiker bis jetzt nicht, viele Händler, Importeure und Hersteller ebenfalls nicht. Dabei drohen schon in 14 deutschen Großstädten Diesel-Fahrverbote, seit 1. Januar 2019 ist eines bereits in Stuttgart für die Klassen Euro 1-4 in Kraft, Frankfurt folgt ab 1. Februar, Hamburg, Berlin, Essen usw. ziehen nach. Nicht freiwillig, sondern weil es Gerichte den Kommunen auferlegt haben.

Doch die Fahrverbote für die älteren Kisten sind das eine, und es betrifft zuerst einmal jene, die schon ein Auto gekauft haben. Nun aber geht es auch jenen an den Auspuff, die nagelneue Fahrzeuge an den Mann und an die Frau bringen wollen: dem Handel – und damit natürlich den Herstellern. Denn ab März 2019 ist es nun untersagt worden, Dieselautos oder Benziner zu verkaufen. Fertig, aus, vorbei. Ein Schock für die Beteiligten, aber eine Wohltat für Umwelt, Gehörgänge und Lungenflügel.

Eines noch
Schade eigentlich, dass dieses Verbot nur für die Provinz Hainan in China gilt. Dort leben zwar mit 8,6 Millionen genauso viele Menschen wie in Österreich, aber es ist anzunehmen, dass sie wesentlich schneller auf Elektrofahrzeuge umsteigen werden als wir hier. Zumindest nach einer Meldung von news.metal.com. 


Quelle: https://news.metal.com/newscontent/100869042/hainan-province-to-ban-sales-of-diesel-petrol-cars-from-mar-1/

Herbert Starmühler

Dr. Herbert Starmühler

Herausgeber e:mobil Magazin

ist Herausgeber verschiedener Fachmagazine im Bereich Technik, Architektur, Energieeffizienz und Mobilität, u. a. energie:bau, e:mobil und holzmagazin. Als seit Jahren leidenschaftlicher Tesla-Fahrer und Sonnenenergie-Empfänger ist der Journalist jederzeit für innovative Ideen zu begeistern und holt sich beim Networken gerne Inspiration für neue Projekte.

Kommentare  

#4 Manfred N. 2019-01-30 05:02
Und unsere Branchengrößen treffen sich wirklich immer noch lieber auf Schmierstoffkon gressen als endlich die Zukunft anzunehmen. Vermutlich ist das Essen dort besser.
#3 Sandra Gloning - Redaktion 2019-01-25 09:54
Lieber Thomas W.,

danke für dein Kommentar!
Wir haben die Quelle ergänzt, lies gerne hier nach: news.metal.com/newscontent/100869042/hainan-province-to-ban-sales-of-diesel-petrol-cars-from-mar-1/

Danke dir und hab noch einen schönen Tag!
Liebe Grüße
Sandra Gloning
Projektmanageme nt & Redaktion
#2 Thomas W 2019-01-24 21:29
Gibt es dazu auch eine Quelle?
#1 Christiane Serobanyane 2019-01-24 08:25
Und ich hatte mich schon so gefreut.....;-)

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