Unternehmensmeldung
Steigende Umsätze, mehr Mitarbeiter, neue Märkte erobern und immer höhere Gewinne einfahren – davon träumen etliche Gründer.
Foto: Greenstorm
Doch nur wenige schaffen es, die Wunschgedanken auch in die Realität umzusetzen. Zwei Unternehmer, die den Wachstumskurs erfolgreich eingeschlagen haben, sind die Tiroler Philipp Zimmermann und Richard Hirschhuber. Die beiden entwickelten den E-Mobility-Dienstleister Greenstorm binnen weniger Jahre vom Start-up zum größten Wachstumsunternehmen Österreichs mit 24 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2018. Auf Basis ihrer Erfahrungen geben sie Start-ups Tipps aus erster Hand für den Wachstumskurs.

Jedes Start-up glaubt daran, mit seiner Idee den großen Durchbruch zu schaffen. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass sich möglichst rasch nachhaltiger Geschäftserfolg einstellt. Doch worauf kommt es dabei an und welche Stolpersteine gilt es zu umschiffen? Die beiden Greenstorm-Gesellschafter und Geschäftsführer Philipp Zimmermann und Richard Hirschhuber sind mit einem international florierenden Tauschgeschäft, bei dem neue E-Bikes zunächst an Partnerbetriebe verliehen und später gebraucht weiterverkauft werden, erfolgreich. Sie geben Start-ups, die am Beginn ihres Weges stehen, fünf Praxis-Tipps aus erster Hand.   

Tipp 1: Von Anfang an klare Verhältnisse schaffen
Aus Sicht der Tiroler Geschäftsleute sollten Gründer schon vorweg klare Zuständigkeiten und Kompetenzen definieren und im Nachhinein auch nichts mehr daran ändern. Unabdingbar sind eine gehörige Portion Mut und Risikobereitschaft, absolut essenziell ist die eigene Überzeugung, die richtige Geschäftsidee zu haben. „Man sollte es sich gut überlegen, wie sehr man die Gründungspläne im Vorfeld mit Familie und Freunden teilt. Oft entstehen Diskussionen, die einen vom Weg abbringen“, gibt Hirschhuber zu bedenken. Er rät dazu, administrative Aufgaben frühzeitig an eine erfahrene Steuerkanzlei auszulagern und erste gute Mitarbeiter einzustellen. „Das kostet zwar Geld, hilft aber bei der Suche nach Investoren und bringt Sicherheit für den eigenen Wachstumskurs“, so Hirschhuber.

Tipp 2: Investoren suchen und überzeugen
Ihre Erfahrung hat den beiden Greenstorm-Chefs gezeigt, dass etwa nach einem halben Jahr Geschäftstätigkeit der Moment kommt, ab dem man als Gesellschafter nicht mehr viel Zeit für das operative Tagesgeschäft hat, weil die Beschaffung von frischem Kapital in den Fokus rückt. Als Erfolgsgarant erwies sich im Fall von Greenstorm eine Crowdinvesting-Kampagne auf der Plattform CONDA, bei der im Frühjahr 2018 insgesamt 1,2 Millionen Euro investiert wurden. Kurz vor dem Jahreswechsel konnte Greenstorm ein Investment im zweistelligen Millionenbereich der Private Equity Firma Bregal Milestone vermelden – eine der größten in ein österreichisches Start-up getätigten Investitionen im Jahr 2018. Vor Kurzem brachte zudem eine zweite Funding-Runde noch einmal rund 420.000 Euro von der Crowd ein. Zimmermann und Hirschhuber sind sich sicher, dass viel von der Idee und dem Geschäftsmodell abhängt: „Mit einem Schuhkarton hätten wir keine Investoren aus der Finanzwelt überzeugen können.“

Tipp 3: Berufliches von Privatem trennen
Eine mögliche Freundschaft zwischen zwei oder mehreren Geschäftspartnern sehen die Tiroler nicht als wichtiges Erfolgskriterium, sondern sogar als Hindernis. „Berufliches und Privates sind zwei Paar Schuhe. Geschäftliche Entscheidungen brauchen eine objektive Basis. Es muss allen klar sein, wie Entscheidungen zustande kommen und wann wer ein Veto hat“, berichtet Zimmermann. Die Greenstorm-Geschäftsführer müssen es wissen, sind doch alle Gesellschaftsbeteiligten familiär miteinander verbunden. Um schnelle Entscheidungen sicherzustellen, raten sie dazu, bei der Entscheidungsfindung auf einfache Mehrheiten statt auf das Prinzip Einstimmigkeit zu setzen.

Tipp 4: Möglichst vorausschauend planen
Nachher ist man immer klüger – diesen Spruch sollten Gründer mit einigem zeitlichen Abstand zu ihren Entscheidungen möglichst selten sagen müssen. Aus eigener Erfahrung raten Hirschhuber und Zimmermann dazu, geschäftliche Entwicklungen schon möglichst frühzeitig im unternehmerischen Handeln abzubilden. „Wir sind binnen zwei Jahren drei Mal umgezogen, da wir die Mitarbeiteranzahl auf nahezu 100 Personen aufgestockt haben und mit der Anschaffung neuer E-Bikes auch mehr Platz benötigt wurde. Das hat uns Kraft, Geld und Know-how gekostet. Hätten wir uns von Anfang an nach etwas Größerem umgesehen, wären wir in unserer Entwicklung jetzt noch weiter“, blickt Hirschhuber zurück. Im Anfang März veröffentlichten Ranking der Financial Times der 1.000 am schnellsten wachsenden Unternehmen Europas liegt Greenstorm dennoch auf Platz 59 und ist damit das erstgereihte Unternehmen aus Österreich.

Tipp 5: Die richtigen Mitarbeiter einstellen
Qualifizierte Mitarbeiter sind für ein Unternehmen ein wesentliches und gefragtes Kapital. Das sehen auch die Greenstorm-Gesellschafter so und empfehlen, solche Mitarbeiter einzustellen, die Skills in jenen Bereichen aufweisen, in denen die Eigentümer selbst ihre Stärken nicht unbedingt verorten. „Man muss und kann sich nicht mit allen Mitarbeitern perfekt verstehen, aber die Basis sollte immer so sein, dass man zumindest zusammen Mittagessen gehen kann. Kann man jemanden nicht riechen, dann ist er oder sie die falsche Person für das Unternehmen, unabhängig von ihren oder seinen Qualitäten“, merken  Hirschhuber und Zimmermann an. Und noch einen Tipp haben sie für andere Gründer: „Um sich zu erholen und den Kopf frei zu bekommen, sollte man einen Tag in der Woche eine hundertprozentige Pause einlegen und an diesem Tag mit niemandem über das eigene Unternehmen sprechen.“  

Über Greenstorm
Die Greenstorm Mobility GmbH aus Kufstein, Österreich, stellt mit einem innovativen Verleihkonzept  seinen Kunden E-Bikes, Elektroautos sowie Ladestationen zur Verfügung. Zu Greenstorms Kunden zählen Hotels, Unternehmen und Händler in Österreich, Italien, Deutschland, der Schweiz, Kroatien und Slowenien. Die Hotellerie generiert durch die Zusammenarbeit mit Greenstorm zusätzliche Einnahmen und erreicht eine höhere Auslastung. Nach Ende der Verleihfrist wartet das Unternehmen die gebrauchten Top-E-Bikes und bietet sie zum Kauf an. Hier hat sich Greenstorm das Ziel gesetzt, Europas größtes Händlernetzwerk für gebrauchte Top-E-Bikes zu werden. Mit diesem Konzept spricht Greenstorm nicht nur B2B-Kunden wie Hoteliers und Sporthändler, sondern auch Endkunden an.

Aktuell beschäftigt die Firma knapp 100 Mitarbeiter. 2017 erreichte sie im Wachstumsranking österreichischer Unternehmen den vierten Platz. 2018 erhielt Greenstorm nicht nur den Tiroler Innovationspreis, sondern wurde auch mit dem German Innovation Award ausgezeichnet. Zudem zählte Greenstorm zu den Finalisten des Wettbewerbs EY Entrepreneur Of The Year in der Kategorie „Start-ups“. Kurz vor dem Jahreswechsel konnte sich Greenstorm ein Investment im zweistelligen Millionenbereich der Private-Equity-Firma Bregal Milestone sichern. International befindet sich das Unternehmen auf Expansionskurs und ist neben Österreich, Deutschland, der Schweiz und Italien seit 2018 auch in Kroatien und Slowenien aktiv.


Hinweis: Die Meldung wurde von dem genannten Unternehmen verfasst. Das e:mobil Magazin übernimmt für die Richtigkeit und Aktualität der Inhalte keine Haftung.

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